Interview

Beflügelte Fantasie inklusive Ausflugstipps – exklusives Interview mit Sandra Regnier [Interview]

14. Februar 2016
Interview Sandra Regnier

Interview Sandra Regnier

Sandra Regnier (Autorin)

Sandra Regnier

ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause.Sandra Regnier schreibt Fantasie-Bücher, u.a. die Pan-Trilogie, die Lillien-Reihe und natürlich die Zeitlos-Trilogie. Heute ist sie im Interview in Melusines Welt.
》Mehr Phantasie als Zeit, sie niederzuschreiben. 
 ABER: Ich gebe mir Mühe   (Zitat)
Meine Feenwesen aus den Büchern von Sandra Regnier (c)Biggi

 

Wie ich die Bücher von Sandra Regnier kennenlernte Durch eine Zufall bin ich 2014 auf die Pan-Trilogie von Sandra Regnier aufmerksam geworden. Da ich gerade stolze Besitzerin eines E-Books geworden war, nahm ich die Gelegenheit wahr. Und von da an hatte mich die Geschichte gepackt. Als ich dann auf der Leipziger Buchmesse  die Gelegenheit bot, Sandra Regnier persönlich zu treffen, war ich ganz aufgeregt. Wie diese Begegnung ablief, könnt ihr gerne hier nachlesen.

Im übrigen hatte Sandra mir folgende Aufgabe gestellt: „Stelle mir bitte Fragen, die noch keiner vorher gefragt hat“Oh je. Ob mir das – wenigstens zum Teil – gelungen ist, erfahrt ihr hier.


Liebe Sandra,
beginnen wir mit den typischen Fragen jedes Interviews (So ganz ohne diese Fragen geht es leider nicht).

 

Erzähl uns doch bitte etwas über dich und deinen Werdegang, was man vielleicht so nicht auf Deiner Website oder über
Facebook Seite noch nicht erfahren kann.
Geflügelte Fantasie (c) Biggi

Der ist so langweilig. Ich würde viel lieber antworten, ich hätte meine Jugend in einer exotischen Umgebung verbracht, ohne Fernseher, wir waren gezwungen, uns Geschichten auszudenken. Oder: Wir haben in einem alten, zugigen Gemäuer gelebt, das uns jeden Abend zu den gruseligsten Geistergeschichten inspirierte.

Doch Fakt ist: Ich bin ganz solide mit meiner jüngeren Schwester bei unseren Eltern (Bankkaufmann und Einzelhandelskauffrau) aufgewachsen, hab die 80er ohne Schulterpolster aber mit weißen Tennissocken überstanden, die Beatles als Teenager entdeckt und als Kind mit vielen anderen Kindern draußen gespielt, weil das Fernsehprogramm erst um halb fünf anfing.

Hast du schon immer eine Leidenschaft für Bücher gehabt? Wie hat alles begonnen und was gab den entscheidenden Anstoß, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ja, die Leidenschaft war schon da, ehe ich lesen konnte. Ich hatte „Schauspieler küssen anders“ fertig und fand, er war es wert veröffentlicht zu werden.

Nun eine Frage, die uns alle interessiert: Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus? Hast Du bestimmte Vorgehensweisen, Routinen oder Orte?

Hoffentlich lesen wir noch viel von S. Regnier!
Nehmen wir den nach zwei Jahren eingespielten Schreibtag, bzw. die drei Vormittage die Woche: Ich bringe unseren Jüngsten zu Fuß zur Schule, mache den Haushalt und studiere dann erst einmal alles auf Facebook, Instagram etc. Dann schreibe ich, bzw. momentan lektoriere ich (was wesentlich entspannter ist). Mittags wird gekocht und wenn nicht gerade meine Hilfe bei den Schulaufgaben gefordert ist, sitze ich wieder am PC. Wenn ich nachmittags wegen Arztterminen oder sonstigem nicht dazu komme, bin ich abends im Büro, sobald die Pänz im Bett sind.
Arbeite ich an einem Roman (kein Lektorat), schreibe ich mehr. Dann sind auch zeitweise die beiden Vormittage in der Schulbücherei sehr angespannt.
Arbeitsbereich ganz privat

 

Woher nimmst Du Deine Ideen, was inspiriert dich. Und was tust du, wenn die Motivation mal nicht so will wie du?
Wenn die Motivation hapert, liegt es daran, dass man mir keine Ruhe gönnt oder dass etwas nicht mit dem Plot stimmt. Inspiration finde ich überall. (Anmerkung: auch hier im Bügelraum)
Quell der Inspiration – unbekannte Orte
Du hast ja drei Kinder und deine Tochter ist deine kritische Leserin. Wie unterstützt dich deine Familie sonst noch?
Momentan nicht besonders gut. Alles andere ist wichtiger als meine Arbeit. Zum Freund gefahren zu werden, Spielkameraden, Fußball, Kundenkommissionen (wobei eigentlich alles akribisch aufgeschrieben wird bei der Beratung), Anbau, Fastnacht, Schule. Wenn es mir zu viel wird, muss ich flüchten.
Haben deine Kinder/dein Mann/ deine Freundinnen auch mal Angst, dass du etwas von oder über sie in den Büchern verwendest?
Nein. Ich hab genügend Phantasie, um mir eigene Charaktere auszudenken. Ich kenne niemanden, der auch nur im geringsten Felicity oder Meredith ähnlich wäre. Schade eigentlich.
Zur Recherche in Frankreich: Sandra Regnier
Was war das interessanteste Erlebnis, was dir in letzter Zeit in Hinblick auf das Autorensein, passiert ist?
Ich erhielt eine Email, ob ich Preise für meine Bücher gewonnen hätte und wenn ja welche. Das war die einzige Frage und die fand ich sehr seltsam (davon abgesehen kann man es auf meiner Homepage nachlesen). Aber eigentlich erhalte ich nur nette Emails. Dass man den Leser aus dem Alltag reißen konnte, dass sie geweint, gelacht, gezittert haben. Und dann bekommt man auf den Messen so hübsche Anhänger geschenkt. Das ist wunderbar.

Bei Sandra Regnier zu Hause
Was ist es für ein Gefühl, ein neues Buch zu veröffentlichen. Erzähl doch bitte mehr darüber. Was geht einem so durch den Kopf? 
Stolze Autorin. Und womit? Mit Recht 😉

Puh. Beim ersten Buch war es … unglaublich, phantastisch und aufregend. Bei Pan war ich am Veröffentlichungstermin auf einer Hochzeit. Die war so grandios, dass ich überhaupt nicht an mein Buch gedacht hatte – und nächsten Tag erst entdeckte, dass es im Amazon-Ranking in den Top 100 war. Von 2013 bis 2015 habe ich acht Bücher veröffentlicht – die Bundles nicht mitgerechnet – und ein weiteres vollendet. Ich hab ehrlich gesagt ein bisschen den Überblick verloren. Aber was ich als echtes Highlight empfinde, ist ein
Manuskript zu beenden.

So ein Bücherzimmer hätte jeder gern…
Welche Tipps hast Du für junge Autoren, die gerade an ihrem ersten Buch schreiben? Vorallen, wenn sie einen Verlagsvertrag anstreben?
Wenn sie veröffentlichen möchten: Fertig schreiben. Die Verlage möchten wissen, dass man etwas beenden kann. Auch unter Druck, denn deren Veröffentlichungstermine sind eng gesetzt.

Auf der Buchmesse in Leipzig: Stempeln + signieren

Auf deiner Lesung hattest du immer ein Stempelkissen plus Stempel mit.
Was hat es damit auf sich, wie kamst du auf diese nette Idee? Ich finde die Idee toll, denn ich stehe auch auf Stempel! 

Ich habe das bei Kollegen gesehen und fand es auch toll. Viel schöner als nur „Viel Spaß beim Lesen“.
 Du wohnst und lebst in der Eifel und du liebst die Eifel. Wenn wir jetzt
dort Urlaub machen möchten, was müssen wir unbedingt besuchen und welche Plätze sollten wir uns anschauen? Kennst du z.B. die Serie Mord mit Aussicht, die in der Eifel spielt? Die liebe ich.
Ups, die Serie „Mord mit Aussicht“ kenne ich nicht.
Aber wer hierher kommt, sollte unbedingt die Maare besichtigen (Vulkanseen), die Burg Eltz und den Nürburgring. (Vergesst die schlechte Presse. Er ist toll geworden und wegen der schlechten Presse ist da nichts los.
So schade und so falsch. Das Geld kommt nie wieder auch nur annährend rein, wenn man ihn ständig runterputzt). Für Wellness-Liebhaber empfehle ich einen Tag in der Vulkantherme in Bad Bertrich (hach!). Außerdem wohne ich am schönsten Wanderweg der Eifel und nein, das ist nicht der Eifelsteig, sondern der Karolinger Weg, der nach Cochem an die Mosel führt. Den sollte man unbedingt gehen – am besten im Frühjahr und im Herbst. Traumhaft!
Sandra Regnier in „ihrer“ Eifel
Was machst Du noch gern, wenn Du nicht schreibst (Schaust du das Dschungelcamp oder ähnliches)?
Dschungelcamp? O Gott, nein. Das fällt unter die Rubrik das Testbild bis halb fünf wieder einführen zu wollen.
Die letzten Kinofilme waren „Die Peanuts“, weil unser Jüngster ihn sehen wollte und „Shaun das Schaf“. (der war übrigens super!)
Ich bin Serien-Liebhaber. Aktuell gestaltet „Homeland“ unser Abendprogramm (auf DVD).
Was sind Deine nächsten Projekte und Pläne – beruflich wie privat? Steht schon fest, wann wir dich wo auf der Leipziger
Buchmesse finden?
Sonntags werde ich auf der Fantasy-Leseinsel aus „Die Wellen der Zeit“ vorlesen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Sandra Regnier! Ich wünsche dir weiterhin viel Fantasie und tolle Ideen. Und das ich erst nachschlagen musste, was „Pänz“ sind… das verrate ich dir lieber nicht. Wir sehen uns in Leipzig!

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Anmerkung: Am 23. Februar 2016 hat der impress Verlag von Carlsen über dieses Interview berichtet *freu* – hier der Screenshot!

 

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