Interview

Erfrischend und inspirierend – Interview mit der Indie-Autorin Hannah Siebern [Interview]

26. Februar 2016
Interview Hannah Siebern

Interview mit Hannah Siebern

Tolle Bücher gibt es von Hannah Siebern zu lesen!

wurde 1986 in Münster geboren und hat an der Uni Dortmund Erziehungswissenschaft studiert. Inzwischen arbeitet sie als pädagogische Fachkraft in einer Pflegefamilie.
Sie liebt außer dem Schreiben noch das Lesen, ihre Hündin, Reisen und das Spazierengehen. 2011 veröffentlichte sie ihren ersten Fantasyroman „Nubila„, aus dem inzwischen eine 5-teilige Vampir-Serie geworden ist. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen des Interviews… 

Liebe Hannah,
wie hat alles begonnen und was gab den entscheidenden Anstoß, dein erstes Buch als Selfpublisher zu veröffentlichen?

Ich habe Bücher schon immer geliebt. Meine Eltern haben mir viel vorgelesen und mein Vater hat mir und meinen Brüdern sogar selbst erfundene Geschichten erzählt. Das fand ich immer toll und wollte es auch können, daher habe ich irgendwann angefangen, es
ihm nachzumachen. Als ich zwölf war, habe ich meine Geschichten dann manchmal auch aufgeschrieben.
Den Anstoß zu meinem ersten kompletten Buch hat mir damals Twilight gegeben. Bis dato hatte ich immer nur Geschichten geschrieben und nie einen kompletten Roman.
Aber das Ende von Twilight fand ich so unbefriedigend, weil alle einfach nur nach Hause gehen, dass ich angefangen habe etwas eigenes zu schreiben. Daraus entstand dann die Idee zu Nubila. Ich habe dann zuerst den klassischen Weg versucht und nach einem Verlag gesucht, aber das blieb leider ohne Erfolg.
Mein Bruder hat mich dann auf die Idee gebracht, es als Selfpublisherin zu versuchen, wofür ich ihm immer noch dankbar bin. Ich wette, dass ich bei einem Verlag niemals den Erfolg gehabt hätte, den ich als Indieautorin habe.
Bei Hannah zu Hause

Nun eine Frage, die uns alle interessiert: Wie sieht ein typischer (Schreib-) Tag bei Dir aus?

Ich schreibe meistens auf der Couch. Also ich noch studiert habe, habe ich auch viel im Zug auf dem Weg zur Uni geschrieben und lange gebraucht, mich wieder umzugewöhnen. Aber inzwischen sitze ich am liebsten mit meinem Hund auf der Couch und schreibe von hier aus. Der Schreibtisch ist mir einfach zu unbequem.
Mein Schreibtag beginnt eigentlich immer damit, dass ich meine Mails und Nachrichten checke und nachsehe, ob ich neue Rezensionen oder ähnliches habe. Dann lese ich mir noch einmal durch, was ich am Vortag geschrieben habe und erst danach fange ich an weiterzuarbeiten. Das funktioniert in der Regel ganz gut. Ich habe aber auch Tage, an denen einfach nichts funktioniert und ich viel zu viel Zeit bei Facebook verbringe. 😉
So sieht
der Arbeitsplatz von Hannah Siebern aus – mit Hündin Hera

Woher nimmst Du Deine Ideen, was inspiriert dich?

Die Frage nach den Ideen kommt immer wieder und ist schwer zu beantworten. Bei den Fantasyromanen habe ich mich viel von anderen Büchern und Filmen inspirieren lassen. Bei meinen Liebesromanen hingegen inspiriert mich eher mein eigenes Leben und Dinge, die ich selbst erlebt habe. Das macht es mir einfacher darüber zu schreiben.
Inspirationen an den Niagara-Fällen
Erzähl uns doch etwas über Jade McQueen – was ist das für ein Psydonym und welche Idee steckt
dahinter? Das hört sich spannend an. 
 
Jade McQueen
ist ein Pseudonym
, das ich mir mit 4 anderen tollen Autorinnen teile, die ich ebenfalls über Facebook kenne. Die Idee war, innerhalb kurzer Zeit eine ganze Reihe eigenständiger Liebesromane einer Reihe herauszubringen.
Bei den Diamond Guys geht es um männliche Stripper, die in demselben Club arbeiten und alle nacheinander die große Liebe finden. Das Projekt macht unheimlich viel Spaß und soll auch in 2016 noch weitergeführt werden.
 
Dein Buch Zirkusmagie kam im impress Verlag heraus, das E-Book-Label von Carlsen,
trotzdem bist Du laut einem Interview zu der Erkenntnis gelangt, dass Du Deine E-Books lieber selbst veröffentlichst und vermarktest. Stimmt das und warum?
Das stimmt. Ich war leider sehr enttäuscht von der Zusammenarbeit mit Impress. Ich hatte mir mehr erhofft von der Marketingabteilung und habe den Eindruck, dass Impress einfach zu viele Romane veröffentlicht, um sich um jeden einzelnen intensiv zu kümmern.
Hinzu kommt, dass einfach zu wenig Geld übrig bleibt. Der einzige Grund für mich, es noch einmal mit einem Verlag zu versuchen, wäre das Printbuch im Buchhandel, aber ob es mir das wert ich deswegen  auf die Einnahmen durch die Ebooks zu verzichten, weiß ich noch nicht.
Du hast ja das Buch „Barfuß durch Scherben“  heraus gebracht. Du hast erwähnt, dass es ein Gefühl „wie ein Bungee Sprung ist“, ein neues Buch heraus zu bringen. Erzähl doch bitte mehr darüber. Was geht einem so durch den Kopf?
Wenn ich ein Buch schreibe, gehört es erstmal nur mir allein. Aber sobald ich es veröffentliche und der Kritik der Leser aussetze, fühlt sich das tatsächlich an wie ein Bungee Sprung. Bis die ersten Rezensionen kommen ist man erstmal schwerelos und weiß nicht genau, ob das Seil einen wirklich halten wird.
Erst wenn das Feedback und die Verkaufszahlen kommen, verspürt man entweder das Adrenalin, sobald man aufgefangen wird, oder den Aufprall im kalten Wasser.

Welche Tipps hast Du für junge Autoren, die gerade an ihrem ersten Buch schreiben? 

Mein Tipp wäre:
Schreibt erstmal nur für euch. Ich finde, so macht das Schreiben am
meisten Spaß. Schreibt, was euch Spaß macht und wovon ihr Ahnung habt. Nur weil  zum Beispiel Engel gerade in sind, muss man nicht über Engel
schreiben. Schreibt, was euch berührt und woran euer Herz hängt. Die Leser merkenso etwas und spüren eure Begeisterung.
Und der zweite Tipp: Nicht aufgeben. Auch wenn man mal einen schlechten Tag hat, sollte man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern es weiter versuchen.
Selbst wenn nur Mist dabei rauskommt, egal. Hauptsache da steht erstmal was, denn: Eine leere Seite kann man nicht überarbeiten. 😉

Was machst Du eigentlich gern, wenn Du nicht schreibst?

Ich bin unheimlich gerne in der Natur mit meinem Hund. Ich mache gerne lange Spaziergänge und helfe meiner Mutter bei der Welpenaufzucht. Ich liebe Welpen. 🙂
Ansonsten lese ich sehr gerne, unternehme etwas mit Freunden oder reise. Mein Ziel istes soviel wie möglich von der Welt zu sehen, denn solche Reisen inspirieren mich auch immer zu neuen Büchern.
Hannah
beim Urlaub in Mexiko – ob hier eine neue Idee für einen Liebesroman
entsteht….?

Was sind Deine nächsten Projekte und Pläne – beruflich wie privat? 

Im Frühjahr 2016 gibt es dann einen weiteren Barfuß-Band.
Auch versuche ich, so viel Zeit wie möglich mit meinem Partner und mit Freunden zu verbringen. Bei der Schreiberei muss man nämlich auch aufpassen, dass soziale Kontakte nicht zu kurz kommen.
Bildunterschrift hinzufügen

Liebe Hannah,
nochmals tausend Dank für dieses Interview.
Hera – die Hündin von Hanah, jetzt Mama eines Welpen

 

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