Interview

Alle lieben Poppy! Wunderbar verrückt und liebenswert- Interview mit Poppy J. Anderson [Interview]

30. Januar 2016
Poppy J Anderson im Interview Privat
Happy-End Bücher, die wir lieben!
Wer sie noch nicht kennt, fragt sich: Warum reden alle von Poppy? Wer ist DAS? Spätestens beim Lesen des FOCUS wird klar: Poppy ist Kult. Poppy macht Spaß. Mit ihrer ungebremsten Energie und ihrer netten, verrückten Art bleibt sie authentisch. Sie ist Selfpublisherin und liebt ihre Leser. Das merkt man einfach!
Mit ihrer Art hat sie schon viele “poppyfiziert“… und wen es noch nicht erwischt hat, den wird es noch! Sie schreibt Bücher mit Happy End – und das wollen wir: Eine Auszeit von unserem Alltag.

Hier kommen ein paar unbekannte Facts über Poppy!

Interview mit Poppy J. Anderson

Hallo Poppy, tausend Dank für das Interview! Da du jetzt durchstartest und erfolgreicher wirst, ist das keine
Selbstverständlichkeit. Magst du ein paar Dinge erzählen, die wir noch nicht von dir wissen?
So als kleine Zusammenfassung?

 

Also,
ich bin von Geburt an Hundeliebhaberin, war Klassenclown, und galt alsexzentrischste Schülerin der gesamten Stufe. Auch habe leidenschaftlich gerne Theater gespielt. Für Rambo schwärme ich und träume davon, den Film einmal synchronisieren zu dürfen! Mit Schusswaffen kann ich auch noch umgehen und einen Panzer fahren, heule jedoch bei Hanutawerbung und kann den Film „Bambi“ nicht ansehen, ohne Albträume zu bekommen.

In drei verschiedenen Kochshows im Fernsehen habe ich auch teilgenommen. Das Selfpublishing hat mein Leben verändert und wenn ich könnte, würde ich jeden Tag Marillenknödel essen…

 

Woher nimmst Du Deine Ideen, was inspiriert dich. Und was tust du, wenn die Motivation mal nicht so will wie du?

Mich inspiriert eigentlich alles. Oft erwische ich mich dabei, wie ich meinen Gedanken nachhänge, Menschen beobachte und mir dabei Geschichten ausdenke. Bevor ich es weiß, habe ich eine neue Buchidee und verzweifle teilweise, weil ich nicht weiß, wann ich was schreiben soll. Ehrlich gesagt stehen die nächsten zehn Bücher bereits fest.

Du warst ja 2015 in Amerika, wie oft fährst Du hin und wie inspirierend ist es für Dich, Amerika und auch die Football-Stadien zu besuchen für deine New York Titansm Reihe oder die Fitzpatrick-Reihe?

Urlaube in den USA sind in der Tat sehr inspirierend, aber das sind alle Urlaube, egal wo es

hingeht. Da bei uns in Deutschland vor allem die USA durch Fernsehsendungen, Filme und sogar das Essen allgegenwärtig sind, fühle ich mich eh ständig an die USA erinnert, aber der besondere Flair dort ist natürlich noch einmal etwas ganz anderes. Man erlebt immer etwas und kann dies dann in die Bücher einbauen. Zudem ist es einfach phantastisch, die Orte „live“ zu sehen, die man in seinen Büchern beschreibt. Das Gleiche habe ich feststellen können, als ich in diesem Jahr in Rom war und meine Erlebnisse kurz darauf in „Nur ein Kuss“ eingebaut habe. Zwar war ich früher schon einige Male in der ewigen Stadt, aber wenn man ganz bewusst irgendwo hinfährt, um dort zu recherchieren, erlebt man den Ort sehr viel bewusster.
Welchen Deiner Romanfiguren möchtest Du am liebsten einmal selber daten und warum?
Oh Gott – nicht diese Frage! Ihr wisst doch, dass ich ALLE meine Figuren liebe. Eigentlich verliebe ich mich bei jedem Buch neu und denke jedes Mal, dass der derzeitige Protagonist nicht zu überbieten ist – bis der nächste von ihnen um die Ecke kommt. Um ehrlich zu sein: Eine Mutter hat auch kein Lieblingskind (jedenfalls behauptet meine Mutter das immer), von daher kann ich bei meinen Protagonisten auch nicht sagen, wen ich am meisten mag. Wen ich von ihnen gerne daten würde? Mhhh – Julian oder doch vielleicht Brian, obwohl Blake finde ich herrlich komisch und Grant ist auch nicht zu verachten, obwohl Tom hat so ein großes Herz, jedoch ist Eddie einfach nur großartig … Du bemerkst mein Problem, oder?
Im Jahr 2015 hast du dein Können in Schottland beim Tough Mudder unter Beweis gestellt. Toll fand ich, dass du deine Fans teilhaben lassen hast. Was hat es dir persönlich gebracht und hast du vor, nochmal mitzumachen?

Der Tough Mudder … Himmel und Hölle zugleich. Noch heute kann ich nicht glauben, dass ich es geschafft habe, um ehrlich zu sein. Es war die schmerzhafteste
und wundervollste Erfahrung, die ich bisher machen durfte
. Mir hat es bewiesen, dass ich alles schaffen kann, wenn ich nur hart genug darum kämpfe (Hilfe, klingt das kitschig!), aber tatsächlich hat es mir einen Boost an Energie gegeben. Anschließend wollte ich die ganze Welt umarmen. Dass ich meine Teilnahme vorher lauthals verkündet habe und bei Facebook ständig damit „angab“, war ganz gut. Wer weiß? Vielleicht hätte ich vorher gekniffen, wenn es nicht alle gewusst hätten. Ganze drei Tage danach konnte ich mich kaum rühren und war ein einziger blauer Fleck, dennoch bin ich Feuer und Flamme, es zu wiederholen. 2016 werde ich an mindestens zwei weiteren Tough Mudders teilnehmen – dieses Mal mit einigen befreundeten Autorinnen und Leserinnen. Wir bilden die Tough Mudder Bitches und werden die Show rocken!

Du bist ja nebenbei noch eine der Indie-Autoren von 24 Stunden- 24 Autoren. Wie bist Du zu den Lieblingsautoren gekommen? Da ich Euch bei der Lesung in Leipzig kennengelernt habe, kam es mir so vor, als seid Ihr eine große Familie. Welche Bedeutung hat dieses Netzwerk für Dich, privat wie beruflich?

Die Lieblingsautoren sind wortwörtlich die „Lieblingsautoren“ – jedenfalls für mich. Wir kennen uns
teilweise seit Jahren und stehen täglich in Kontakt, besuchen uns privat und unterstützen uns bei allen Dingen. Ohne meine Kolleginnen und Kollegen würde mir meine Arbeit sicherlich nicht so viel Spaß machen. Ich bin ganz ehrlich: Ich habe sie alle furchtbar lieb und freue mich auf jede Gelegenheit, sie zu treffen. Wenn wir zusammen sind, kommt sofort Klassenfahrtstimmung
auf.

Auf der Leipziger Buchmesse 2015 haben wir zusammen einen Stand ins Leben gerufen und werden dort auch 2016 wieder vertreten sein. Zusammen ein Buch zu schreiben, war

eine Idee, die wir gemeinsam hatten, weil wir die Arbeit der anderen so sehr schätzen und unser Gemeinschaftsgefühl verdeutlichen wollten. Oft wird den Indies ja „vorgeworfen“, Einzelkämpfer zu sein, was jedoch gar nicht stimmt. Immer wieder bin ich dankbar, zu dieser Truppe zu gehören, wenn ich sehe, wie untereinander geholfen wird. Ganz sicher würde ich die
Lieblingsautoren als meine zweite Familie beschreiben. Hach, wo sind hier die Taschentücher?

Wie bist du eigentlich auf dein Pseudonym gekommen und warum hast Du Dich entschieden, nicht unter Deinem richtigen Namen zu schreiben?
Als ich mein erstes Buch veröffentlicht habe, geschah das aus dem Bedürfnis heraus, eines meiner vielen Manuskripte, die seit Jahren auf meiner Festplatte ruhten, Lesern zugänglich zu machen und mich auszuprobieren.

 

Damals schrieb ich an meiner Doktorarbeit und hielt das Selfpublishing für eine witzige Idee – mit anderen Worten: Ich dachte, dass 5 bis 10 Leute (allerhöchstens) das Buch in die Finger bekommen würden. Woher hätte ich auch wissen sollen, dass es mit dem Buch so gut laufen würde? Da ich im Internet nicht meinen Namen, unter dem man wissenschaftliche Artikel etc. finden kann, mit meinem Liebesroman kombinieren wollte, entschied ich mich für ein Pseudonym. Um ehrlich zu sein, war es auch verdammt spannend, sich „neu zu erfinden“ – es war ein bisschen wie zu Karneval, wenn man in ein Kostüm schlüpft. Den Vornamen Poppy fand ich schon immer zuckersüß, was vermutlich mit meiner kindlichen Vorliebe für Mohnkuchen zu tun hatte, das J steht für den Namen meines Patenkindes und den Namen Anderson habe ich aus den Büchern von Johanna Lindsay gemopst…Heute weiß ich nicht mehr, wo Carolin aufhört und Poppy beginnt.

Wie erklärst Du dir dass so viele Menschen von Dir fasziniert sind (poppifiziert)? Was meinst du woran liegt das?

Himmel,
ich werde gerade rot! Das ist total lieb von euch, aber ich weiß nicht, ob die Menschen von mir persönlich fasziniert sind. Viel eher mögen sie wohl meine Bücher, bei denen ich versuche, immer wieder interessante und faszinierende Charaktere zu erschaffen. Was mir persönlich wichtig ist, sind Ehrlichkeit und Authentizität. Sich zu verbiegen und vorzugeben, jemand zu sein, der man nicht ist, kann nicht funktionieren. Wenn ich mich freue, dann brülle ich es lauthals heraus, wenn ich mich ärgere, dann brülle ich auch das heraus, und wenn ich heulen muss, dann bekommt das jeder in meinem Umfeld mit.
„Leider“ habe ich einen großen Hang zu Dramatik und ein ungebrochenes Mitteilungsbedürfnis.

 

RingCon..ToughMudder…Amerika… Schreibprojekte.. Das Interesse an Deiner Person ist ungebrochen.
Erst jetzt erschien ein Artikel im Fokus über Dich. Du bist auf der Leipziger Buchmesse bei der Autorenrunde dabei.
Du scheinst ein wahres Energiebündel zu sein. Woher nimmst Du diese Energie, bist dabei noch nett , freundlich, verrückt… Viele bewundern Dich deswegen – ich auch. Verrätst Du uns dein Rezept? Wir möchten alle ein bisschen wie Poppy sein. Dieser Energiefunken springt in deine Bücher über, sowie auch in Deinen Beiträgen auf FB, das begeistert uns.

Ich komme aus dem Rotwerden ja gar nicht mehr heraus! Ganz ehrlich: das Schreiben macht mich glücklich und ich lebe geradezu auf, wenn ich in Arbeit versinke. Wenn ich mir mal eine kleine Pause gönnen will, werde ich launisch, zickig und unausstehlich – dann hilft nicht einmal mein Lieblingseis von Ben & Jerry’s (und das will was heißen!). Schlimm ist es für mich, kein Ziel vor Augen zu haben, auf das ich hinarbeiten kann. Und ich will alles sofort. Leider bin ich kein geduldiger
Mensch … Vermutlich kommt daher meine Energie. In Hochphasen reichen nur ein paar Stunden Schlaf in der Nacht und ich wache morgens voller Energie auf.
Sobald ich nichts zu tun habe, werde ich quengelig und muss wie ein Kleinkind einen Mittagsschlaf halten. Hier werde ich noch einmal kitschig: Das Leben kann verdammt schön sein, aber man muss es auch zulassen.


Autorinnen unter sich – hier findest du Laura´s Interview

 
Was sind Deine nächsten Projekte und Pläne für 2016- beruflich wie privat?

2016 … das wird ein Jahr! Natürlich werde ich in Leipzig (Messestand mit den Lieblingsautoren) und in Frankfurt sein, außerdem bin ich bei der LoveLetter Convention in Berlin wieder dabei. Zudem geht es nach San Francisco, wo ich meine amerikanischen Kolleginnen treffen darf.
Buchtechnisch wird es mal wieder ein wildes Jahr: die Titans erwarten Neuzugänge, bei denen euch die

Poppy auf der Buchmesse

Ohren klingeln werden; dann finden die Fitzpatricks ihren Abschluss, ABER wir werden sie dennoch wiedersehen, da diese Reihe sozusagen in eine andere Reihe übergehen wird; selbstverständlich vergrößert sich die Familie Ashcroft, die wir aus „Nur ein Kuss“ kennen; und dann wird es noch eine neue Reihe geben, auf die ich mich ganz besonders freue. UND:
Ein wunderbares, großartiges und euch in den Wahnsinn treibendes Verlagsprojekt
startet ebenfalls 2016.
Privat werde ich mich wieder einmal schinden müssen, um im Schlamm zu überleben, und ich wechsle meinen Wohnort. Zwar habe ich meinen Plan, für ein Jahr nach Schottland zu gehen, auf 2017 verschoben, aber ich freue mich dennoch auf den Tapetenwechsel, auch wenn es nur ein paar Kilometer sind.

Wo können dich die Leser von Melusines-Welt in den Sozialen Medien überall finden?
Am besten bei Facebook,
auf meiner Homepage

 

Poppy, ich danke dir für dieses Interview. Du hast es auf einem Schiff gegeben in eisiger Kälte – dafür nochmal tausend Dank! 
Ich freue mich auf Leipzig und darauf, Dich bei der Buchmesse wieder zu treffen. Und auf der Loveletter Convention! Und – Johanna
Lindsey ist auch eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen! (Und das ich keine Marillenknödel kenne, brauche ich dir ja nicht zu erzählen…)
 Hier findest Rezensionen von Poppy:
PS: Das Copyright für die Fotos hat Poppy J. Anderson

 

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